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Moin Ihr Lieben!


Ja, Ihr seht es an unserer Homepage und in dem Video oben: Der Hof Bree als Gruppenhaus ist Geschichte. Wer in den letzten Jahren bei uns war, hat ja unseren Streit mit dem Finanzamt mitbekommen und da wir im Gegensatz zum Finanzamt nur begrenzte nervliche und finanzielle Ressourcen haben, ist nun der Punkt erreicht, an dem wir einfach nicht mehr weiter für unser Recht kämpfen können und aufgeben.

Was ist eigentlich passiert?

Nach Auffassung des FA ist das, was wir hier in den letzten 15 Jahren getan haben, nicht mit der Arbeit einer Jugendherberge oder eines Schullandheimes vergleichbar, sondern eher so etwas wie ein Hotelkonzern. So mussten wir lernen, daß wir in den Ferien eigentlich gar keine Kinder bei uns betreut, sondern ihnen lediglich Zimmer mit Nebenleistungen für einen Urlaubsaufenthalt vermietet haben. Das gilt auch für die Klassenfahrten, die offenbar reine Hotel-Freizeitaufenthalte mit Nebenleistungen waren und keinerlei Lehranspruch hatten. Auch Wattwanderungen und ähnliches waren keine Lehrveranstaltungen, sondern Urlaubsvergnügungsleistungen.
Und weil das so ist, hätten wir von allen unseren Gästen (im Gegensatz zu unserer direkten Konkurrenz, den Jugendherbergen), auf unsere Preise noch 19 % Umsatzsteuer aufschlagen müssen. Daß wir das nicht getan haben, spielt keine Rolle, wir haben die Steuern, die wir nie kassiert haben, trotzdem rückwirkend an das Finanzamt abzuführen. Da das FA die nie kassierten Steuern ja nur schätzen kann, hat man lieber mal sehr großzügig geschätzt, keinerlei Abzüge berücksichtigt und ordentlich Säumniszuschläge berechnet - und kommt so auf eine Summe von rund 150.000,- Euro, die doch bitte sofort nachzuzahlen sind.
Gegen diese absurde Forderung und natürlich die Ablehnung der Umsatzsteuerbefreiung, die nach dem Gesetz eigentlich ganz eindeutig für uns gelten müsste, haben wir jetzt viele Jahre gekämpft und sind nun einfach am Ende unserer Kräfte und Möglichkeiten angelangt. Wenn wir weitermachen würden, würde uns jede Einnahme über dem Existenzminimum vom Finanzamt weggepfändet werden. Und mal ehrlich - wer von Euch würde in einem 24h- Job arbeiten, um eine "Schuld" abzubezahlen, die es eigentlich gar nicht gibt?

Wie geht es weiter?

Tja, das wissen wir auch noch nicht so genau. Viele Fragen sind offen, vieles ist noch im Gange und einiges können wir nicht öffentlich sagen, ohne uns zu schaden.
Eins ist aber klar: wir bleiben natürlich mit all unseren Tieren auf dem Hof Bree und irgendwann in der Zukunft wollen wir auch wieder etwas mit Gästen machen. Aber anders als bisher. Ideen wie eine Zusammenarbeit mit den Pfadfindern, eine Ferienbetreuung für Pflegekinder, Jugend(leiter)- Seminare und ähnliches stehen im Raum. Aber das ist Zukunftsmusik. Jetzt müssen wir uns erstmal von dem Kampf der letzten Jahre erholen, uns selbst neu finden, zur Ruhe kommen - und natürlich einen Weg finden, wie wir unseren Hof, unser Zuhause von den Klauen des Finanzamtes fernhalten.

Jetzt aktuell...

...wollen wir Euch mit unserem Bree- Vlog mitnehmen auf unserer Reise in eine neue Zukunft und unserem Weg zum Familienhof Bree.
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Eure Bree- Familie